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Klimawirkung von Videostreaming

22. 07. 2020

Videostreaming liegt im Trend. In Deutschland nutzen mehr als 24 Millionen Menschen bereits kostenpflichtige Streaming-Angebote und verbringen in Summe weit mehr als eine Milliarde Stunden auf diesen Diensten – pro Quartal. Die starke Zunahme von Streaming-Angeboten lässt die Datenmenge explodieren.

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland etwa 57 Mrd. Gigabyte über das Festnetz transportiert, dies entspricht einer Verdopplung gegenüber 2016. Video-Daten machen aktuell etwa 75 Prozent des Internet-Datenverkehrs aus und es wird von einem weiter stark ansteigenden Video-Datenverkehr im Internet ausgegangen.

Welche Auswirkungen hat Videostreaming auf den Energiebedarf und die CO2-Emissionen? In Zeitschriftenartikeln und Fachbeiträgen werden aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden und Annahmen hierzu teilweise sehr unterschiedliche Angaben gemacht.

Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit hat ein Hintergrundpapier zu Energiebedarf und CO2-Emissionen von Videostreaming vorgelegt. Es soll dazu beitragen, den aktuellen Energiebedarf und die CO2-Emissionen des Video-Streamings zu bewerten:

So benötigt eine Stunde Video-Streaming in Full-HD-Auflösung 220 bis 370 Wattstunden elektrische Energie, abhängig vom verwendeten Endgerät. Das verursacht etwa 100 bis 175 Gramm Kohlendioxid (CO2), also ähnlich wie die Emissionen eines Kleinwagens bei einem Kilometer Autofahrt.

Die Klimawirkung von Videostreaming kann deutlich reduziert werden, wenn es gelingt, die vorhandenen Effizienzpotenziale bei den Streaming-Diensten sowie in den Rechenzentren und Netzen auszuschöpfen und die digitalen Infrastrukturen mit regenerativ erzeugtem Strom zu betreiben.

Quelle: Videostreaming: Energiebedarf und CO2-Emissionen. Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit 2020

 
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