Wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen

  
Margareta Lemke
Nachhaltigkeitsorganisationen im Beziehungsgeflecht zwischen Zivilgesellschaft, Kommune und Wirtschaft. Eine Local Governance-Analyse zivilgesellschaftlichen Engagements in Brandenburgs Kommunen. Masterarbeit an der HNE Eberswalde 2018

 

Die Masterarbeit entstand im Anschluss und als Ergänzung einer von Brandenburg 21 im Winter 2017 durchgeführten quantitativen Erhebung zur Situationsbeschreibung von Nachhaltigkeitsinitiativen in Brandenburg, mit dem Ziel diese Befragungsergebnisse durch eine qualitative Analyse zu fundieren.

Margareta Lemke hat in ihrer Masterarbeit an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde das zivilgesellschaftliche Engagement in Brandenburg unter die Lupe genommen. Genauer: Das kommunale Umfeld und die Beziehungsgeflechte, in denen zivilgesellschaftliche Nachhaltigkeitsorganisationen eingebettet sind. Dafür hat sie mit lokalen Vereinen und Initiativen gesprochen.

Im Fokus der Arbeit steht die Einbeziehung der Organisationen und das Zusammenwirken der Sektoren Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kommune.

Die Arbeit ermöglicht einen sehr guten Einblick in verschiedene Aspekte der Situation der zivilgesellschaftlichen Nachhaltigkeitsorganisationen und der Qualität ihrer Zusammenarbeit und Verflechtungen mit der jeweiligen Kommune und der regionalen Wirtschaft. Sie hat die Unterstützungsangebote der Kommunen und die darüber hinaus gehenden Bedarfe der Nachhaltigkeitsorganisationen gut herausgestellt und begründet. Die Schlussfolgerungen für Local Governance und Zivilgesellschaft im Land Brandenburg sind nicht nur für die wissenschaftliche sondern auch die politische Diskussion relevant.

Download: Masterarbeit (pdf 1,2 MB)

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Thomas Aenis, Marion Piek, Friedrich Schindler et al.
Von der Obstregion zur Genussregion - Betriebe auf dem Weg. Werder-Havelland und Burgenland - Bildungsangebote für Obstbaubetriebe im Vergleich. Berlin 2014

 

Titelblatt Broschüre Obstbauprojekt

Das österreichische Burgenland und das brandenburgische Werder-Havelland sind zwei Obstbauregionen, die sich hinsichtlich ihrer Potenziale für regionales nachhaltiges Wirtschaften ähneln, diese aber unterschiedlich nutzen. 

 

Dies gab Anstoß zu einem Erfahrungsaustausch zwischen Obstbaubetrieben und Akteuren beider Regionen:

  • Wo liegen die aktuellen Trends und Potenziale in der Obstbaubranche?
  • Wie kann es besser gelingen regionale Qualitätsprodukte auf dem Markt zu positionieren? 
  • Sind die Betriebe auf neueste Entwicklungen inhaltlich, technisch und kompetenzseitig vorbereitet?
  • Welche Bildungs- und Beratungsangebote stehen ihnen zur Verfügung und welche benötigen sie?
  • Wie gelingt es Obstbau- und Tourismusbetriebe zu einer engeren regionalen Kooperation zu bewegen?

 

Die Broschüre stellt ausgewählte Betriebe und Netzwerke der beteiligen Obst- und Genussregionen beider Länder vor, mit dem Fokus auf die besondere Qualität ihrer Produkte und wie diese Qualität und damit der betriebliche Erfolg erzielt werden. Außerdem werden wichtige Bildungs- und Beratungsangebote ihrer Regionen vorgestellt. Mit dem praktischen Blick richtet sich dieser Teil explizit an Obstbau- und Landwirtschaftsbetriebe und Touristiker Brandenburgs und des Burgenlands.

Der zweite Teil 2 der Broschüre analysiert und vergleicht die fachlich relevanten Bildungs- und Beratungsangebote Brandenburgs mit denen aus dem Burgenland und aus sowie, insbesondere unter dem Aspekt von Innovationen zur Verbesserung der Betriebs- und Arbeitseinkommens.

 Schließlich werden auf den Ergebnissen des Erfahrungsaustauschs aufbauend Handlungsempfehlungen formuliert.

Download: Von der Obstbauregion zur Genussregion - Betriebe auf dem Weg (pdf 1,5 MB)

Mehr Infos und Materialien zu dem Projekt auch unter: Transnationales Obstbauprojekt

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Marion Piek, Gerold Fierment, Josephine Lenk
Situationsbeschreibung von Nachhaltigkeitsprozessen in Brandenburgs Kommunen

Potsdam 2012, 2. Aufl. 2013; ISBN 3-935454-07-4

 

Der Arbeit liegen die Ergebnisse des Projektes „Situationsbeschreibung der Nachhaltigkeitsprozesse in Brandenburgs Kommunen anhand einer Befragung“ zugrunde.

Das Projekt wurde von Brandenburg 21 e.V. (Marion Piek, Gerold Fierment) in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Masterarbeit Josephine Lenk) bearbeitet (zum Download der Masterarbeit weiter unten auf dieser Seite) und in der Aktion „Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21 im Land Brandenburg“ des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung (ANU) Brandenburg aus Lottomitteln gefördert.

Ein Ausgangspunkt der Untersuchung war die These, dass für den dauerhaften Erfolg von Nachhaltigkeitsprozessen die angemessene Beteiligung der verschiedenen Stakeholder-Gruppierungen ausschlaggebend ist. Daher lag ein Schwerpunkt der Befragung auf  unterschiedlichen Beteiligungs- und Kooperationsformen und den mit ihnen erreichten Wirkungen. Damit in Verbindung werden Ergebnisse, Erfolgsfaktoren und Stolpersteine im Nachhaltigkeitsprozess vor Ort aufgezeigt und Empfehlungen zur Stärkung lokaler Nachhaltigkeitsinitiativen formuliert. Als direkter Beitrag zu der für 2013 angekündigten Landesnachhaltigkeitsstrategie von Brandenburg sind an die Strategie und ihre Umsetzung geknüpfte Erwartungen der lokalen AkteurInnen dokumentiert.

Download: Situationsbeschreibung von Nachhaltigkeitsprozessen in Brandenburgs Kommunen (pdf 1,1 MB)

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Josephine Lenk
Organisation einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene - Eine Untersuchung von Organisations- und Kooperationsprozessen in Nachhaltigkeitsinitiativen in Brandenburg

Masterarbeit an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH),  2012

 

Die Arbeit entstand im Rahmen des Projektes „Analyse der Nachhaltigkeitsprozesse auf kommunaler Ebene in Brandenburg“ des Vereins Brandenburg 21 e.V. Das Projekt stand  im Kontext der Erarbeitung der brandenburgischen Nachhaltigkeitsstrategie und sollte einen Beitrag zu deren Entwicklung und Umsetzung liefern.

Dazu wurden Experteninterviews in 10 Nachhaltigkeitsinitiativen durchgeführt und untersucht, wie diese bzgl. ihrer Struktur und der Kooperationsprozesse organisiert sind. Dabei war die Beteiligung von Akteuren, besonders von BürgerInnen, ein wichtiger Punkt sowie der Bezug nach außen, zu einem landesweiten Nachhaltigkeitsprozess.

Ergebnisse sind, dass die Organisation von Strukturen und Prozessen abhängig ist von den Zielen der Initiative: mit Akteuren gemeinsam Ziele setzen, gemeinsam planen und/oder gemeinsam Maßnahmen umsetzen oder Akteure informieren, bilden oder Leistungen für Akteure erbringen.  

Entsprechend der Ausrichtung auf eines oder mehrere dieser Ziele werden Strukturen, Arbeitsprozesse und Akteursbeteiligung gestaltet. Besonders bürgerschaftliche und kommunale Initiativen suchen individuelle Organisationswege. Daher wirken hier die Beteiligten besonders prägend auf die Initiativen. Außerdem sind die soziale Umwelt und die vorhandenen Strukturen beeinflussende Faktoren. Wichtige Rahmenbedingungen stellen Ressourcen sowie die Unterstützung und Anerkennung durch Politik und Verwaltung dar. Insgesamt durchleben alle Initiativen einen individuellen „Reifungsprozess“.

 

Als Handlungsbedarf wurde u.a. herausgearbeitet:

  • Unterstützung bei strategischer Organisationsgestaltung, Finanzierung für Bürgerinitiativen/ Grundfinanzierung für Vereine sichern,
  • Unterstützung bei der Gewinnung neuer Teilnehmer: feste und ehrenamtliche, langfristig, auch für organisatorische Aufgaben,
  • zeitlich und personell realisierbare Angebote für Austausch und Bildung (z.B. Internetforum),
  • regionale Kooperationen ausbauen, Kommunen als Vermittler und Motivator,
  • gesellschaftliche Atmosphäre für Nachhaltigkeit fördern, Politik sollte Vorbild und Zugpferd sein.

 

Download der Masterarbeit Organisation einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene  (pdf 2 MB)

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Susanne Moosmann
Nachhaltigkeit regional erzeugter Lebensmittel und ihre Vermarktung
Am Beispiel der Regionalmarke VON HIER mit Ausblick auf die Vermarktung in der Gastronomie. 

Masterthesis, MA Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement Hochschule für Wirtschaft Recht, Berlin 2009

 

Susanne Moosmann untersucht in ihrer Masterarbeit (Studiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft Recht Berlin, Berlin School of Economics and Law) die "Nachhaltigkeit regional erzeugter Lebensmittel und ihre Vermarktung - am Beispiel der Regionalmarke VON HIER mit Ausblick auf die Vermarktung in der Gastronomie". Mit ihrer Arbeit stellt die Autorin die Nachhaltigkeit regional erzeugter Lebensmittel dar, analysiert anhand der Dimensionen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und Sozial-kulturell regionale Produkte und stellt dar, welchen Beitrag eine Regionalisierung für die Realisierung von Nachhaltigkeit leisten kann.

Im zweiten Teil der Arbeit geht die Autorin auf die Vermarktung regionaler Produkte mittels Regionalmarke ein. Als konkretes Beispiel wurde die Berlin/Brandenburger Regionalmarke VON HIER ausgewählt. Die Marke, ihre Akteure und die Funktionsweise werden näher erläutert. Dabei werden bestehende Vertriebswege vorgestellt und neue Absatzmöglichkeiten in der Gastronomie aufgezeigt. Vermarktungsideen anderer Regionalinitiativen, wie dem Regionalmanagement Westsachsen, der regionalen Partnerschaft Barnim-Uckermark oder der Ansatz eines fairen Frühstücks in Wiener Cafehäusern werden dargestellt und mittels einheitlichem Fragebogen in Telefoninterviews ausgewertet. So werden aus den gesammelten Erfahrungen der Regionalmarke VON HIER und den Erkenntnissen der angesprochenen Projekte Ansätze für die Vermarktung regionaler Produkte in der Berliner Gastronomie aufgezeigt.

 

Download der Masterarbeit: Nachhaltigkeit regional erzeugter Lebensmittel ... (pdf 1.137 KB)

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Lebendige Dörfer in Brandenburg - Bürgerbeteiligung im Alltag
ein Projekt der AG Dorf

Eine Studie der Humboldt Universität Berlin, Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Jens Nagel, Projektleitung: Silke Stöber, Oktober 2006

 

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Nicht alle Dörfer in Brandenburg sind von Enttäuschung geprägt – es gibt auch lebendige, aber was sind eigentlich lebendige Dörfer? Wie wohl fühlen sich die Menschen dort? Welche Bewältigungsstrategien entwickeln die Dorfbewohner, um dem (Agrar)-Strukturwanddel innovativ zu begegnen? Welche Akzente setzen Vereine, Unternehmer, ehrenamtliche Bürgermeister, engagierte Bürgerinnen und Bürger und wie schaffen sie es, Konflikte konstruktiv zu lösen, Risiken auszuschalten und verrückte Ideen auszuprobieren?
Diese Fragen beantwortet eine Studie, die in fünf ausgewählten Dörfern Brandenburgs durchgeführt wurde. Die angewandte Methode erlaubt nicht nur eine Ist-Analyse der Stärken und Schwächen eines Dorfes. Sie erfasst darüber hinaus Potenziale, Visionen und Ziele einer Dorfgemeinschaft.

 

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Die Studie beginnt mit einem einführenden Theorieteil. Es folgt eine Charakterisierung der Dörfer mittels Dorfprofilen und eine anschauliche Schilderung ausgewählter Beispiele für Lebendigkeit aus den Bereichen Dorfinfrastruktur, Kultur und Bildung, Umwelt- und Naturschutz und der Dorfökonomie. Eine ausführliche Indikatorenmatrix greift die Bereiche, Akteure und Prozessindikatoren für Lebendigkeit mit ihren möglichen Ausprägungen auf. Diese Matrix ist eine Grundlage, mit der sich Dörfer auf ihre Lebendigkeit hin bewerten können. Die Studie schließt mit Empfehlungen an Dörfer, an die kommunale Verwaltung und an die überregionale Politik, wie man Dörfer und Bewohner unterstützen kann, um sich durch Bürgerschaftliches Engagement einen lebendigen und lebensfähigen Ort zu schaffen bzw. zu erhalten.
Im Teil 2 (Autor: Prof. Kurt Krambach) folgen strategische Überlegungen zur Vernetzung und Mobilisierung der Dorf-Akteure im ländlichen Raum.
Download: Lebendige Dörfer in Brandenburg - Bürgerbeteiligung im Alltag (pdf; 2,5 MB)

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Zusammenfassung des Ende 2006 veröffentlichten Reports "Stern Review: Die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels".

 

Auf 36 Seiten werden die zentralen Thesen des Berichtes des früheren Chefökonomen der Weltbank vorgestellt. Eine zentrale Aussage des Reportes ist, dass der Nutzen entschiedener frühzeitiger Maßnahmen gegen den Klimawandel die Kosten des Nichthandelns überwiegt. Sie lägen lägen um den Faktor 5 bis 20 höher.

Quelle: Website der Britischen Botschaft, Mai 2008

Download: Zusammenfassung Sternreport

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Dr. Dieter Lindig
Nachhaltigkeitsbewertung in der Förderung von Infrastrukturmaßnahmen durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Land Brandenburg
(Mai 2005)

 

Die Idee zum Thema dieser Arbeit entstand im Zusammenhang mit dem Aufgabengebiet des Verfassers in der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB). Die ILB als Bewilligungsbehörde für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhielt vom Ministerium für Wirtschaft des Landes (Fondsverwalter für den EFRE) den Auftrag, eine Methode zur Nachhaltigkeitsprüfung in der EFRE-Förderung zu entwickeln. Aufgrund seines infernum-Studiums wurde Dieter Lindig mit diesem Thema betraut.

Die vorliegende Arbeit stellt sich den vor Politik, Verwaltung und Unternehmen hieraus erwachsenden Anforderungen im Sinne eines Lern- und Gestaltungsprozesses und liefert hierzu ein wichtiges Rüstzeug. Die Ergebnisse der Analyse zur Rolle der EU-Strukturfonds und speziell des EFRE für eine nachhaltige Entwicklung sowie die konkrete Situation im Land Brandenburg sind Ausgangspunkte für die Entwicklung neuer bzw. fortführender Ansätze einer Nachhaltigkeitsbewertung in der EFRE-Förderung. Die entwickelte Methode zur Nachhaltigkeitsbewertung von Förderprojekten wird für das Handlungsfeld Nachhaltiger Tourismus angewandt und durch einen "Nachhaltigkeits-Check" an Projekten zur Förderung der touristischen Infrastruktur erprobt. Hieraus werden Vorschläge zur Organisation einer Nachhaltigkeitsbewertung in der Bewilligungsbehörde abgeleitet.

Download: Nachhaltigkeitsbewertung..., Masterarbeit (pdf; 1,5 MB)

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Christian Rehmer
Hemmende und fördernde Faktoren dreier Lokaler Agenda 21-Prozesse im Land Brandenburg
(2004)

 

In der Arbeit werden hemmende und fördernde Faktoren LA21-Prozesse herausgearbeitet. Die drei untersuchten Fallbeispiele sind die LA 21-Prozesse der Gemeinden Eberswalde, Oranienburg und Falkensee. Interviewpartner waren drei Vertreter der Kommunalpolitik, drei Mitarbeiter der Stadtverwaltung und drei Akteure aus der Bürgerschaft, die sich im Sinne der LA21 engagieren.

Als wichtigste Faktoren eines LA21-Prozesses kristallisieren sich infrastrukturelle Voraussetzungen (z.B. bezahlte Arbeitskräfte und ein Büro), enge Beziehungen zwischen den Akteursgruppen (Verwaltung, Politik und Bürger) sowie ein offener und neutraler Charakter des LA21-Prozesses heraus. Die Diplomarbeit zeigt, dass es zwar möglich ist, Faktoren in eingegrenzten Forschungsgebieten zu erkennen und zu untersuchen, sie sind jedoch nur bedingt auf andere LA21-Prozesse übertragbar.

Download:  Hemmende und fördernde Faktoren  Diplomarbeit (pdf, 1,5 MB)

                   Anhang (pdf)

Herr Rehmer hat nach seiner Diplomarbeit im Gespräch mit Akteurinnen und Akteuren der Lokalen Agenda 21 (LA21) in Eberswalde und in Oranienburg Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zur Diskussion gestellt.  Die Berichte über diese Gespräche (Links unten) machen auf anregende Weise den produktiven Widerspruch zwischen Selbstverständnis der Akteure "vor Ort" und der "Sicht von außen" deutlich. Sie vermitteln interessante Anregungen, zeigen aber auch, wie Lokale Agenda 21 an Grenzen stößt, wenn die lokalen Politiker (in den Stadtparlamenten) es an Interesse und Unterstützung fehlen lassen.

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Nachhaltige Entwicklung - Lokale Agenda 21 im Land Brandenburg

Herausgeber: Umweltstiftung WWF Deutschland, Naturschutzstelle Ost, Potsdam 2003 (pdf 1181 KB)

Gefördert durch das Land Brandenburg, Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung.

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Jan Dangendorf, Hadia Köhler, Marlén Müller, Denise Risch, Olivia Roithmeier
Kommunale Naturhaushaltswirtschaft. Das Konzept und Möglichkeiten seiner Einführung in Brandenburg. Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU), 2003

Von 1996 bis 2000 nahmen die Städte Bielefeld, Dresden, Heidelberg und der Landkreis Nordhausen unter Beobachtung und Beratung mehrerer Städte an dem Demonstrationsvorhaben "Kommunale Naturhaushaltswirtschaft" teil. Kerngedanke dieses Ansatzes ist, dass mit den natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Tieren und Pflanzen genauso sparsam, bewusst geplant und umgegangen werden sollte wie mit der Ressource Geld. Das Konzept erwies sich als erfolgreich.

Die vorliegende Untersuchung verfolgt drei Ziele: die Kommunale Naturhaushaltswirtschaft in die aktuelle Diskussion einzuordnen, ihre Durchführbarkeit zu analysieren und sie in Brandenburger Gemeinden vorzustellen. Brandenburger Gemeinden und Landkreise wurden kontaktiert, um sie für ökoBUDGET zu interessieren.

Erfolge und Probleme bei der Durchführung von ökoBUDGET werden analysiert, um daraus Empfehlungen für die Einführung des Konzeptes in anderen Gemeinden ableiten zu können. Eine Prüfung der landesspezifischen und kommunalen Voraussetzungen in Brandenburg, die die Einführung dieses neuen Steuerungsinstruments der Umweltpolitik begünstigen bzw. erschweren könnten, werden außerdem in die Betrachtung einbezogen.

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Alexander Engels
Lokal handeln im regionalen Gedanken. Analyse regionaler Wirkungen Lokaler Agenden 21 in Brandenburg. Diplomarbeit
am Institut für Geografie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, 2001

 

Ganz bewusst lehnt sich der Titel dieser Arbeit an die geläufige Zielvorgabe der Lokalen Agenda 21-Protagonisten an: "Global denken, lokal handeln". Dass weltweite Probleme vor der eigenen Haustür beginnen, soll damit zum Ausdruck kommen. Daneben etablierte sich in den 90er Jahren das Worte-Duo "Globalisierung – Regionalisierung". Der Wettbewerb von Kommunen als (Wirtschafts-)Standort verschärfte sich nicht nur, sondern weitete sich über nationale und kontinentale Grenzen aus – maßgeblich ermöglicht durch das Ende der globalpolitischen Bipolarität und den technologischen Fortschritt. In dieser Konkurrenz hat die meisten Chancen, wer mit seinen Nachbarn kooperiert, zieht sich als Empfehlung quer durch die zu dieser Arbeit herangezogene Literatur.

In Regionen sollten Standortnachteile aufgewogen, Parallelentwicklungen verhindert und kommunale Aufgaben effizienter erledigt werden. Inwiefern nun Prozesse der Lokalen Agenda 21 die Empfehlungen zur Regionalisierung aufnehmen und Beiträge zur regionalen Nachhaltigkeit leisten, soll in dieser Arbeit sowohl auf theoretischer Basis, d.h. anhand einschlägiger Literatur, als auch in praktischen Beispielen in Form von Lokalen Agenden 21 in Brandenburg untersucht werden.

 


 

Lokale Initiativen - fördernde und hemmende Faktoren

von Marion Piek, LASA-Brandenburg GmbH (pdf 26 KB)

 


 

Zusammenstellung und Kommentare: G. Fierment und M. Piek

Für die Inhalte der hier zur Verfügung gestellten Dokumente sind die jeweiligen genannten Autoren verantwortlich.

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