Agenda 2030/Agenda 21

gDie Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

Das Kernstück der Agenda bildet ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die 17 SDGs berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen. Die 17 Ziele sind unteilbar und bedingen einander. Ihnen sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Umsetzung der Agenda in Verbindung mit dem Pariser Klima-Abkommen (Dezember 2015) bietet die große Chance, den Wandel hin zu nachhaltigen und emissionsarmen Lebens- und Wirtschaftsweisen weltweit zu schaffen – unser Verhalten also "enkeltauglich" zu machen.

Mit der Agenda 2030 gewinnt das Engagement der Kommunen in der Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik weiter an Bedeutung („Global nachhaltige Kommune“, kommunale Nachhaltigkeitsstrategien). Die Agenda 2030 hat die Ziele der Agenda 21 entsprechend den weltweit gewachsenen Herausforderungen weiterentwickelt.

 
Agenda 21

Die Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, dem auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (Rio de Janeiro, 1992) 182 Staaten zustimmten, darunter die Bundesrepublik Deutschland. Agenda (lat.) bedeutet "das, was zu tun ist".

 

Grundgedanke ist: „Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es … gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte und gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten“. Als Weg zu diesem Ziel wird für gemeinsames Handeln geworben – „in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist“

 

Die Agenda 21 beschreibt Leitbilder und Handlungsfelder zur Lösung der ökologischen und sozialen Weltprobleme und steckt Lösungsstrategien für eine weltweite nachhaltige Entwicklung ab. Das betrifft die Bereiche Soziales und Wirtschaft, Schutz und Nutzung und der natürlichen Ressourcen, die Möglichkeiten der Umsetzung der Agenda und - erstmals in einer internationalen Erklärung der Regierungen - auch die Rolle wichtiger Gruppen dabei, wie Frauen, Kinder und Jugendliche, nichtstaatliche Organisationen, Kommunen, Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Privatwirtschaft.

 

Der UN-Gipfel für Nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg bestätigte, dass die Agenda 21 auch weiterhin als Richtschnur gelten muss, um wirtschaftliche Entwicklung und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen.

 

Wer ist zuständig für die Umsetzung ?

Die Präambel der Agenda 21 stellt klar, "dass ihre erfolgreiche Umsetzung in erster Linie Aufgabe der Regierungen ist". Damit ist jedoch nicht getan. Gleichzeitig "muss für eine möglichst umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit und eine tatkräftige Mithilfe der nichtstaatlichen Organisationen und anderer Gruppen Sorge getragen werden."

 

Die Agenda 21 setzt nachdrücklich auf die Initiative der Kommunen und Bürger (Kap. 28): "Da viele der in der Agenda angesprochenen Probleme und Lösungen auf Aktivitäten auf der örtlichen Ebene zurückzuführen sind, ist die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor für die Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele ... Als Politik- und Verwaltungsebene, die den Bürgern am nächsten ist, spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Information und Mobilisierung der Öffentlichkeit und ihrer Sensibilisierung für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung ..."

Die Umsetzung der Agenda 21 "vor Ort"  ist Gegenstand der Lokalen Agenda 21

und weiterer von Bürgerschaft und Kommunen getragener  Nachhaltigkeitsinitiativen.

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