Oberbürgermeister*innen beschließen neue Strategische Eckpunkte zur Nachhaltigkeit

27.11.2019

Nachhaltigkeit in die eigene Hand nehmen, das vereinbarten am 14. November zahlreiche Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister. Sie wollen den Schwung, den das Thema in der Öffentlichkeit hat, nutzen, um die Aktionsmöglichkeiten der Städte auszuweiten. Von der Bundesregierung fordern sie mehr Beteiligung. Nachhaltigkeit soll zu einer kommunalen Leistungsaufgabe werden und damit eine starke Stellung in Haushalten und Beschaffung erhalten.

Der Dialog „Nachhaltige Stadt“ ist ein langjähriges Projekt der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister. Er wird vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) unterstützt und ermöglicht. Die mehr als 30 teilnehmenden Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister haben die dritte, vollständig überarbeitete Auflage des Papiers „In unserer Hand – Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ verabschiedet.

Das Eckpunktepapier enthält konkrete Impulse zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Sie wenden sich an die Bundesregierung, die kürzlich mit einer Auftaktveranstaltung die Weiterarbeit an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie angestoßen hat. Politische Verantwortung gehe „weit über die Krisen- und Konfliktbewältigung hinaus“ heißt es in dem Papier, weswegen „eine sorgfältige Auseinandersetzung in der Sache, um die besten Lösungen zu finden“ erforderlich sei. „Auch wenn demokratische Aushandlungsprozesse mitunter lang sind, wollen wir die Zeit dafür aufbringen, nachhaltige Entwicklung ins Zentrum politischer Entscheidungen zu stellen“, erklären die Unterzeichnenden gemeinsam.

Nachhaltigkeit gehe über den Klimaschutz hinaus. Neben den Anstrengungen für den Schutz des Klimas müsse es ebenso um den sozialen, ökologischen und ökonomischen Rahmen für Zukunftsfähigkeit insgesamt gehen. Jetzt und für zukünftige Generationen, so Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetags bei dem Dialog-Treffen. „Auch wenn es ein globales Thema ist – umgesetzt werden muss es in den Städten und Dörfern, und dort müssen die Menschen mit unseren Entscheidungen leben. Die lokale Politik ist also wichtiger als ihr bisher zugestanden wird. Bund und Länder müssen ihre Ziele und Maßnahmen noch stärker und in einem strukturierten Dialog mit den Kommunen abstimmen und den Kommunen das eigene Handeln für mehr Nachhaltigkeit ermöglichen“, so Jung.

Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister setzen sich auf besondere Art und Weise für eine nachhaltige Entwicklung in ihren Städten ein. Sie tauschen ihre eigenen Ansätze als politisch Verantwortliche aus und gehen der Frage nach, wie kommunale Nachhaltigkeitspolitik mehr Profil und Gewicht auch in der Bundespolitik erlangen kann. Der RNE unterstützt und ermöglicht den Dialogprozess der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister.

Medienkontakt:

Marijke Eschenbach

Medienreferentin

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH

Potsdamer Platz 10

D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30 / 338424-233

E-Mail: marijke.eschenbach@nachhaltigkeitsrat.de

Quelle: Pressemitteilung des Rates für nachhaltige Entwicklung vom 14.11.2019

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