RENN.mitte und RNE prämieren die Preisträger des Projekt Nachhaltigkeit 2018

13.09.2018

RENN.mitte und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) luden am 12. September zur Auszeichnungsveranstaltung der zwölf prämierten Projekte Nachhaltigkeit 2018 in die GIZ Berlin ein.

 

Das Motto der Veranstaltung „Auszeichnen – Vernetzen – Weiterdenken“ war zugleich das Konzept: Eingeladen waren deshalb nicht nur die Preisträgerinnen und Preisträger, sondern auch alle anderen Initiativen, die 2018 am Wettbewerb teilgenommen haben sowie Akteure, die an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit mitgewirkt haben.

 

Eingestimmt wurden die rund 100 Gäste mit dem Fachvortrag „Smarte Grüne Welt“ durch Prof. Dr. Tilmann Santarius von der TU Berlin. Digitalisierung beschäftigt alle. Aber welche und wieviel Digitalisierung wollen und brauchen wir? Was könnte nachhaltige Digitalisierung sein? Und ist die Digitalisierung unserer Lebenswelten vorteilhaft für eine nachhaltige Entwicklung?

 

Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung der zwölf Projekte mit dem Qualitätssiegel Projekt Nachhaltigkeit durch Olaf Tschimke (Stellvertretender Vorsitzender des RNE und Präsident des NABU), Dr. Dirk Behrendt (Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Berlins) und  Josef Ahlke (RENN.mitte).

 

Die Schwerpunktthemen des diesjährigen Wettbewerbs waren: Mobilität, Quartiersentwicklung, Stadt-Land/Ländlicher Raum sowie Konsum. Zehn Projekte aus dem RENN.mitte Gebiet, den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sowie zwei internationale Projekte aus Österreich und Ungarn wurden ausgezeichnet und erhielten jeweils 1.000 Euro Preisgeld.

 

Wir gratulieren allen Preisträgern:

GemüseAckerdemie in Potsdam (Brandenburg)

Innonet BNE (Thüringen)

Materialvermittlung Dresden (Sachsen)

Kleine Markthalle Stendal (Sachsen-Anhalt)

Nachhaltige Energie für das Berliner Möckernkiez-Quartier (Berlin)

Perspektive N (Berlin)

Projektwerkstätten und tu projects (Berlin)

Raum und Ressourcen für Alle – Transformation braucht jede*n (Thüringen)

Stories of Change (Sachsen)

TiMMi Transport (Sachsen)

LENA (Budapest, Ungarn)

Treeday – der Green Lifestyle Guide (Österreich)

 

Die Laudatio auf die GemüseAckerdemie Potsdam:

Möhren und Paprika wachsen nicht zwischen Sprite und Tomatensoße – das ist uns allen klar. Doch teilweise scheint unser Nachwuchs kaum noch etwas über die Herkunft unserer Lebensmittel zu wissen.

Die GemüseAckerdemie Potsdam versucht dieses Problem zu lösen und möchte Jugendlichen zum einen den richtigen Umgang mit Pflanzen und Gemüse beibringen. Darüber hinaus geht es in der GemüseAckerdemie stets um einen nachhaltigen Zugang zur Agrarwirtschaft.

Bei dem Bildungsprogramm werden Schulen und Kitas dabei unterstützt, Gemüseäcker langfristig zu etablieren und als naturnahen Lernort zu nutzen. Hier werden bis zu 25 Gemüsearten angebaut. So können Kinder direkt erfahren, wieviel Arbeit im Gemüseanbau steckt und welche Bedeutung die Natur als Lebensgrundlage für uns hat. Auf dem Acker kommen Kinder mit Tieren und Pflanzen in Kontakt, sie entdecken Handlungsfähigkeit, entwickeln Sozialkompetenzen, neue Interessen und Fertigkeiten.

Zusätzlich stellt die GemüseAckerdemie BNE-Bildungsmaterialien zur Verfügung, durch die sich die Kinder mit den globalen Zusammenhängen von Produktion und Konsum auseinandersetzen können.

 

Alle Preisträger beim Projekt Nachhaltigkeit 2018

Informationen zu allen zwölf in Berlin vorgestellten Projekten sowie zu allen 42 deutschlandweit von den RENN bis November 2018 ausgezeichneten Projekten finden sich hier. 

 

Eine schlichte aber wichtige Erkenntnis aus den Projekten Nachhaltigkeit lässt sich auch als Ziel der der künftigen Arbeit des RENN.mitte-Teams festhalten: Nachhaltigkeit muss sichtbar und anfassbar sein, kann vielleicht sogar lecker schmecken, soll nicht nur Worthülse sein und: Zukunft macht Spaß!

 

Die Ergebnisse des Austausches und des Weiterdenkens werden nicht nur in einer Dokumentation sondern auch in das Jahresprogramm 2019 des RENN.mitte-Teams einfließen.

 

Hintergrund

RENN.mitte ist eine von vier bundesweiten Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, deren Einrichtung 2016 durch das Bundeskanzleramt erfolgte. Wesentliche Aufgaben sind die Vernetzung der Akteure und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung sowie das Setzen von Impulsen für einen gesellschaftlichen Wandel über Ländergrenzen hinweg.

Die RENN.mitte-Partner in den Bundesländern sind: Berlin 21 e.V. (Berlin), Brandenburg 21 - Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung im Land Brandenburg e.V. (Brandenburg), CivixX - Werkstatt für Zivilgesellschaft (Sachsen), Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. (Sachsen-Anhalt), Zukunftsfähiges Thüringen e.V. (Thüringen).

 

Kontakt zum Brandenburger Büro:

Brandenburg 21 e.V.

RENN.mitte

Peter Ligner, Marion Piek

renn@nachhaltig-in-brandenburg.de

http://www.renn-netzwerk.de/mitte/

 

mapi

 

Foto: Die Gemüseackerdemie Potsdam ist die diesjährige brandenburgische Preisträgerin beim Projekt Nachhaltigkeit. Foto: Brandenburg 21

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