Deutschland

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) – Aktualisierung 2018

Die Bundesregierung hat am 7. November 2018 eine Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von 2017 beschlossen. Sie umfasst u.a. einen Blick auf die internationalen und europäischen Rahmenbedingungen, Ergänzung und Anpassung von Indikatoren, greift Empfehlungen des dritten Peer Reviews internationaler Expertinnen und Experten auf und enthält ausführliche Darstellungen zu den Prioritäten der Ressorts  zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und der DNS.

Um weltweit eine angemessene Ernährung der Menschen zu sichern, will die Bundesregierung mehr für die Unterstützung guter Regierungsführung tun. Den Ausbau des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent der Anbaufläche will sie nun bis 2030 erreichen. Und bis 2025 sollen die privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf mindestens 3,5 Prozent des BIP steigen.

Neuerungen in der Nachhaltigkeitsstrategie gibt es außerdem bei der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Jährlich werden Aufträge in Höhe eines dreistelligen Milliardenbetrags vergeben. Exemplarisch stehen zwei neue Indikatoren für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der öffentlichen Beschaffung: Der Anteil des Papiers mit Blauem Engel am Gesamtpapierverbrauch der unmittelbaren Bundesverwaltung soll bis 2020 95 Prozent erreichen. Die CO2-Emissionen von handelsüblichen Kraftfahrzeugen der öffentlichen Hand sollen signifikant gesenkt werden.

Vorgesehen ist auch eine verbesserte Kommunikation der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Mit einer neuen Kommunikationsstrategie sollen ganz unterschiedliche Gesellschaftsgruppen und Fachkreise angesprochen und Informationen besser an die Bürgerinnen und Bürger vermittelt werden.

Mit der Aktualisierung der DNS zeigt die Bundesregierung, dass es ihr wichtig ist, den Nachhaltigkeitsgedanken in allen Politikfeldern weiter zu stärken. Insoweit ergänzt die jetzige Aktualisierung die Strategie in der Fassung von Januar 2017.

Ebenso enthält die Strategie nunmehr neu formulierte Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung. Sie ersetzen damit die bisherigen Managementregeln. Die Überschriften der sechs Prinzipien lauten:

  1. Nachhaltige Entwicklung als Leitprinzip konsequent überall anwenden.
  2. Global Verantwortung wahrnehmen.
  3. Natürliche Lebensgrundlagen stärken.
  4. Nachhaltiges Wirtschaften stärken.
  5. Sozialen Zusammenhalt in einer offenen Gesellschaft wahren und verbessern.
  6. Bildung, Wissenschaft und Innovationen als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung nutzen.
Link:Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Aktualisierung 2018

 

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016

 

Am 11. Januar 2017 hat die Bundesregierung die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 beschlossen. Bei der Neuauflage der Strategie handelt es sich um die umfassendste Überarbeitung seit ihrem erstmaligen Beschluss 2002. Die Strategie bildet den wesentlichen Rahmen für die nationale Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (VN) mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) und orientiert sich maßgeblich an diesen Zielen: Für jedes VN-Ziel formuliert die neue Strategie politische Prioritäten und Maßnahmen sowie messbare Indikatoren und Ziele, in der Regel für das Zieljahr 2030. Unabhängige Analysen des Statistischen Bundesamtes zeigen, wo Deutschland sich auf dem Weg zum Ziel befindet.

Link: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016, Beschluss der Bundesregierung vom 11. Januar 2017

 


 
Bürgerdialog

zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vor dem Hintergrund de Agenda 2030

 


 

Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

„Die Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen des Aktionsplanes zeigen den Weg, BNE in Deutschland noch weiter voranzubringen. Die Mitglieder der Nationalen Plattform und aller im Prozess beteiligten Organisationen und Institutionen erfüllen hiermit den umfassenden Auftrag der Agenda 2030, insbesondere des Unterziels 4.7 … .“

„Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zur Entwicklung des Nationalen Aktionsplans BNE einen umfassenden partizipativen Prozess angelegt, der sowohl weitere Ressorts, die Länder und Kommunen als auch Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bildung einbezieht. Das BMBF wird den partizipativen Multi-Akteurs- Prozess auch bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE bis zum Ende des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE (2015 bis 2019) fördern und koordinieren.“

(Zitate aus dem Aktionsplan)

Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE); Stand September 2017

 


 

Internationale Gutachten (Peer Review) zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik, November 2013

 

 

In ihrem Gutachten nehmen die Experten eine Bestandsaufnahme erzielter Fortschritte in der Nachhaltigkeitspolitik seit dem ersten Peer Review 2009 vor und leiten daraus und unter Bezugnahme auf neue Herausforderungen zentrale Empfehlungen ab.

In der Stellungnahme des Rates für Nachhaltige Entwicklung zu dem Gutachten wird festgestellt: „Der Nachhaltigkeitsrat wertet den Peer Review-Bericht als ein starkes Plädoyer für einen neuen Aufbruch in der Nachhaltigkeitspolitik. Als drohendes Manko sehen die Experten nicht etwa einen Mangel an Zielen oder Gesetzen in Deutschland. Vielmehr legen sie das Hauptaugenmerk auf Koordination und Kompetenz, deren Verbesserung sie dringlich empfehlen. Der Nachhaltigkeitsrat schließt sich dieser Analyse grundsätzlich an. In der Tat kommt der Politik in Deutschland zur Nachhaltigkeit und insbesondere im Hinblick auf die Energiewende eine weit über die nationalen Grenzen hinaus gehende Verpflichtung zum Erfolg zu.“

 

Quelle: Rat für nachhaltige Entwicklung

 


 
Bildung für nachhaltige Entwicklung:  Staatssekretärsausschuss nachhaltige Entwicklung schlägt weiterführende Maßnahmen vor.

 

Am 21. Januar 2013 diskutierten die Mitglieder des Ausschusses mit externen Experten darüber, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung gestärkt werden könne.

"Um den Herausforderungen von Globalisierung und demografischem Wandel mit kreativen Lösungen zu begegnen, ist Bildung ein entscheidender Schlüssel", betonte Bundesminister Ronald Pofalla MdB, Ausschussvorsitzender und Chef des Bundeskanzleramtes. "Daher begrüße ich den Vorschlag des Exekutivrats der UNESCO, im Anschluss an die laufende Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung ein Weltaktionsprogramm auszurufen. Damit würde die bisherige erfolgreiche Bildungsarbeit eine gute Fortsetzung erfahren", sagte Pofalla.

Dass es trotz der zahlreichen positiven Maßnahmen und Projekte (UN-Dekade) bislang nicht ausreichend gelungen ist, Bildung für nachhaltige Entwicklung stabil in allen Bildungsbereichen zu verankern, hat der Ausschuss in seinem Beschluss vom 21.01.2013 weiterführende Maßnahmen vorgeschlagen.

Download: Bildung für nachhaltige Entwicklung. Beschluss des Staatssekretärsausschusses vom 21. Januar 2013

 


 

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert eine verbindliche und wirksame Energieeffizienzpolitik

 

Um die Energiewende in Deutschland zum Erfolg zu führen, fordert der Nachhaltigkeitsrat die Politik auf, „den effizienten und sparsamen Umgang mit Energie endlich verbindlich und wirksam zu regeln“. Der Rat sieht die „wesentlichen Defizite zur Energieeffizienz nicht im guten Willen der Beteiligten, nicht in mangelndem Wissen, nicht bei den Techniken und Verfahren, sondern in dem Verhältnis von Politik und Markt“. Wichtige Weichenstellungen würden blockiert, enorme Einsparmöglichkeiten verschenkt. Offiziell beschlossene Effizienzziele rückten dadurch in weite Ferne. Mit einem Fünf-Punkte-Plan will der RNE diese Blockaden aufbrechen:

  1. Der Markt braucht einen besseren Rahmen.

  2. Die Energieeffizienz sollte mit der Kreislaufwirtschaft verzahnt werden.

  3. Die Politik solle ein Vorbild für Energieeffizienz sein.

  4. Die energetische Gebäudesanierung muss schneller und wirksamer voran kommen und zur energetischen Stadtsanierung werden.

  5. Die Netz-Infrastrukturen müssen zum Treiber der Energieeffizienz gemacht werden.

In der Publikation texte vom März 2012 werden die o.g. Punkte erläutert.

 

Quelle:  News Nachhaltigkieit 12-07 - Newsletter des Rates für Nachhaltige Entwicklung (05. April 2012)

Download: Die Energiewende braucht eine verbindliche und wirksame Energieeffizienzpolitik.

Empfehlung des Nachhaltigkeitsrates an die Politik. texte Nr. 42, März 2012 (pdf 405 KB)

 


 

Nachhaltigkeit konkret im Verwaltungshandeln umsetzen - Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesregierung

 

(Beschluss des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung vom 6. Dezember 2010)

 

Das Maßnahmeprogramm enthält Festlegungen zur energetischen Sanierung von Bauten des Bundes, zum Einsatz erneuerbarer Energien, zur umweltschonenden öffentlichen Beschaffung, zur Reduktion von CO2-Emissionen im Verkehr, zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei Veranstaltungen und zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie bzw. Pflege.

Die Festlegungen haben auch Beispielcharakter für Kommunen. Die Erläuterungen zum Programm bieten nützliche Quellennachweise für die interne Weiterbildung.
Quelle: Website der Bundesregierung "Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland"

Maßnahmenprogramm (pdf 118 KB)

 

 

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