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Verbraucheraufklärung und Stärkung der Markt­fähigkeit der Landwirtschaft durch gentechnikfreien Anbau im Barnim

Übergeordnete Angaben zum Projekt oder zur Aktion
Titel:
Verbraucheraufklärung und Stärkung der Markt­fähigkeit der Landwirtschaft durch gentechnikfreien Anbau im Barnim
 
Ort:
16359 Biesenthal
 
Projektwebseite:
 
Projekt ist Teil der Lokalen Agenda 21:
Ja
 
Gefördert durch:
ANU Brandenburg
 
Beginn:
10. 06. 2011
 
Ende:
31. 01. 2012
 
Ebene:
Region
 
Handlungsfelder:
  • Nachhaltiges Bodenmanagement / Flächennutzung
  • nachhaltiger Konsum (Fairer Handel, Ökologische Produkte ...)
  • Gründung / Vernetzung von Initiativen
  • Nachhaltiges Wirtschaften (Regionale Kreisläufe und Vermarktung, umweltfreundliche Produkte ...)
  • Vermittlung von ökologischen Zusammenhängen
 
Zielgruppen:
  • Sonstige
 

Informationstexte
Kurzbeschreibung:

Die Lokale Agenda 21 Biesenthal hat vor nunmehr drei Jahren die Initiative „Gentechnikanbaufreie Region südlicher Barnim“ ins Leben gerufen und moderiert seither eine Arbeitsgruppe mit Vertreter/innen der kon­ventionellen und biologischen Landwirtschaft, Imkerei, Gärtnerei und des Umweltschutzes. Im Jahr 2011 standen die Verbraucherinformation und die politische Arbeit im Mittelpunkt sowie die Vernetzungsarbeit, die Ansprache neuer Mitglieder und die interne Weiterbildung.

Schwerpunktmäßig lag dieses Jahr unsere Arbeit auf zwei großen und organisatorisch aufwendigen Ver­anstaltungen.

Das „Dankmahl“ fand am 2. Oktober 2011 in Eberswalde auf dem Erntedankmarkt statt. Für 140 Personen, die den Markt besuchten,wurde ein öffentliches und kostenloses Mittagessen mit Lebensmitteln zubereitet, die größtenteils von den Mitgliedern der Gen­technikfreien Region Barnim gespendet worden waren. Mit diesem Mahl und den dafür vorbereiteten Informationsmaterialien konnten wir mit allen Sinnen die Aufmerksamkeit der Verbraucherinnen und Verbraucher auf gentechnikfreie und regionale Produkte gewinnen.
Am 26.02.2012 initiierte die Initiative die Veranstaltung "Heimische Eiweißfuttermittel und gentechnik­freies Soja - eine Chance für unsere Landwirtschaft?" in Lobetal. Es waren insgesamt 8 Referenten ver­treten und ca. 40 Interessierte nahmen an der Fachtagung teil. Diskutiert wurde vielschichtig über Probleme und Lösungsansätze im Zusammenhang mit Eiweißfuttermitteln, insbesondere Gensoja aus Südamerika. Mit der Veranstaltung wollte die Initiative Alternativen zu Sojaimporten aufzeigen und ihren Mitgliedern eine Plattform zum gegenseitigen fachlichen Austausch bieten.

Im Sommer nahmen wir bei Hof- und Dorffesten der Region mit einem Infotisch teil (in Danewitz, Melchow und Hirschfelde). Hierbei fanden zahlreiche Gespräche mit Landwirten, Imkern und besonders auch VerbraucherInnen statt.

Durch das Projekt wurde das ehrenamtliche Engagement vieler regionaler Landnutzer anerkannt und unterstützt, die sich für die gentechnikfreie Bewirtschaftung ihrer Felder einsetzen und sich damit aktiv an der Gestaltung ihrer eigenen Umwelt beteiligen. Mit der Diskussion über die Agro-Gentechnik haben wir Fragen aufgeworfen zur Demo­kratie, Entscheidungsfreiheit, Transparenz, Wahlfreiheit und Mitbestimmung. Ehrenamtliches Enga­gement auf einer Ebene der Gleichberechtigung aller Mitglieder zu bündeln wird auch weiterhin ein Ziel der Initiative bleiben.

Bisher konnten 49 Flächennutzer mit über 10.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche für das Projekt gewonnen wer­den. Damit sind etwa 25 % der landwirtschaft­licher Nutzfläche des Landkreises erklärtermaßen gentechnikfrei. Um gentechnikfreie Lebensmittel in der Region zu garantieren, bedarf es allerdings noch weiterer Flächendeckung und Bewußtseinsbildung,worauf die Initiative ihre Konzentration fortsetzten wird.



Publikationen:

Pressemitteilung 12.2.2012
Es geht auch ohne – zurück zu einer Landwirtschaft mit eigener Eiweißfutterproduktion

Dr. Hans Günther Hartmann, Landwirtschaftlicher Leiter der Stiftung Lobetal macht es vor: er produziert Milch, braucht jedoch als Futter für seine Kühe kein Soja.
Dr. Hartmann widerlegt damit einen Glauben, man müsse, um marktwirtschaftlich Milch produzieren zu können, Soja importieren, Soja, das dann gentechnisch verändert, überwiegend aus Südamerika exportiert wird. Auch dass dafür dann riesige Flächen des Amazonas gerodet werden und riesigen Monokulturen weichen müssen, sei eben ein unvermeidlicher Nebeneffekt.
Prof. Dr. Roland Hoffmann-Bahnsen von der HNE Eberswalde belegte, was die Lobetaler die Praxis zeigt. Heimischen Eiweißfutterpflanzen können auch in unserer Region wirtschaftlich angebaut werden und verbessern die Bodeneigenschaften.
Die Initiative Gentechnikanbaufreie Region südlicher Barnim, Organisatorin der Tagung will daher die Brandenburgische Landesregierung in die Pflicht nehmen und fordert von ihr darzulegen, wie ein Verzicht auf Futtermittelimporte und somit die Selbstversorgung durch einheimisch erzeugte (GVO-freie) eiweißhaltige Futtermittel befördert werden kann. Die Initiative war sich einig, dass dies nicht ein Lippenbekenntnis bleiben darf und sie den Landespolitikern demnächst auf den Leib rücken wollen.


Ansprechpartner:
Name:
Josephine Löwenstein
 
Institution:
Initiative Gentechnikfreie Region Südlicher Barnim
 
Straße:
Sydower Feld 4
 
Ort:
16359 Biesenthal
 
E-Mail:
loewenstein@gfr-barnim.de
 
Telefon:
 
Fax:
 


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