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Alle(s) unter einem Dach

Übergeordnete Angaben zum Projekt oder zur Aktion
Titel:
Alle(s) unter einem Dach
 
Ort:
15326 Lebus OT Wulkow
 
Projektwebseite:
 
Projekt ist Teil der Lokalen Agenda 21:
Ja
 
Gefördert durch:
MLUL/Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21
 
Beginn:
11. 06. 2016
 
Ende:
11. 06. 2016
 
Ebene:
Region
 
Handlungsfelder:
  • umweltgerechtes Bauen und Wohnen
  • umweltverträgliche Freizeitgestaltung / Sport
  • Gründung / Vernetzung von Initiativen
 
Zielgruppen:
  • Migrantinnen / Migranten
  • Vereine / Verbände
  • Verwaltungen
  • Sonstige
 

Informationstexte
Kurzbeschreibung:

„Alle(s) unter einem Dach – Dorfzentren und Mehrfunktionshäuser im ländlichen Raum“ war Schwerpunkt des Vitaregiotags. Einkauf, Kneipe, Bürgerbüro oder Seniorentreff: Gerade für die Bewohner kleiner Dörfer kann es ein großes Stück Lebensqualität bedeuten. Die Veranstaltung - gemeinsam organisiert mit der Brandenburger Dorfbewegung - Netzwerk lebendige Dörfer e.V. - beschäftigte sich außerdem mit der Integration von Geflüchteten ins Dorfleben und mit der Selbstbestimmung von Dörfern.
Zunächst ging es um Dorfzentren. Die Teilnehmer des Vitaregiotags bekamen eine große Spannbreite geboten: Auf der einen Seite etwa das Bürger- und Kreativhaus im Altlandsberger Ortsteil Bruchmühle. Ein multifunktionaler Neubau, hauptamtlich geführt und von der Gemeinde substantiell unterstützt – für die Dorfbewohner bleiben keine Wünsche offen.
Völlig anders hingegen das 70-Einwohner-Dorf Gessin in der Mecklenburger Schweiz. Dort haben sich Dorfbewohner nahezu ohne staatliche Förderung aus einem alten Bauernhof ein Zentrum geschaffen, das weit in die Region ausstrahlt. Allen guten Beispielen gemeinsam war die Erfahrung, dass man aktive Dorfbewohner braucht mit einer klaren Vorstellung von ihren Bedürfnissen.
Mit viel Interesse verfolgten die Besucher Erfahrungen aus dem Landkreis Märkisch-Oderland mit der Integration Geflüchteter. Golzows Bürgermeister Frank Schütz berichtete mit Begeisterung von der Aufnahme dreier syrischer Familien im Dorf, verschwieg aber auch nicht, wie hart die Diskussion zunächst verlief. Mit den Flüchtlingskindern gelang es, die nötige Klassenstärke für eine neue 1. Klasse der örtlichen Grundschule zu sichern.
Auf die starke Integrationskraft von Kindern wies auch Maria Miekley, Flüchtlingsbetreuerin des Arbeiter-Samariterbunds hin. Was bei den Kleinen gelingt, ist bei den Erwachsenen schwieriger. Schütz berichtete über die Schwierigkeiten, genug Arbeitsmöglichkeiten für anerkannte Flüchtlinge zu schaffen, um sie letztendlich auch in den Dörfern zu halten.
Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der politischen Interessenvertretung von Ortsteilen und kleinen Dörfern. Beklagt wurde der Rückgang an Mitwirkungsmöglichkeiten der Ortsteile. Grit Körmer von der LAG Märkische Seen belegte das mit Umfrageergebnissen. Viele fürchten, dass die bevorstehende Verwaltungsstrukturreform weitere Verschlechterungen bringt und die Zentralisierung noch weiter treibt.
Die Teilnehmer wollen sich für ein landesweites Parlament der Dörfer einsetzen, in dem politische Forderungen erhoben werden, etwa Stimmrechte von Ortsbeiräten in den Gemeindevertretungen. Als Beispiel wurden in der Runde gesetzliche Regelungen in Sachsen zitiert, die den Dörfern mehr Rechte und dafür eine angemessene Finanzierung einräumen. Text: Fred Pilarski



Publikationen:

Verfügbar sind
- die 8-seitige Dokumentation in Form der Wulkower Zeitung WUZ (online unter www.oekospeicher.de, in gedruckter Form zu beziehen über info@oekospeicher.de)
- die Vorträge und Präsentationen als pdf-Dateien (ebenfalls auf der Seite www.oekospeicher.de)


Ansprechpartner:
Name:
Martin Merk
 
Institution:
Ökospeicher e.V.
 
Straße:
Am Gutshof 1
 
Ort:
15326 Lebus OT Wulkow
 
E-Mail:
martin@oekospeicher.de
 
Telefon:
033602 419422
 
Fax:
033602 419427
 


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