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Ackerland in Verbraucherhand

Übergeordnete Angaben zum Projekt oder zur Aktion
Titel:
Ackerland in Verbraucherhand
 
Ort:
14827 Wiesenburg/Mark OT Reetz
 
Projektwebseite:
 
Projekt ist Teil der Lokalen Agenda 21:
Nein
 
Beginn:
29. 03. 2008
 
Ende:
30. 11. -0001
 
Ebene:
Region
 
Handlungsfelder:
  • Umweltverträgliche Landnutzung
  • Natur- und Artenschutz
  • umweltverträglicher Tourismus / naturnahe Erholung
 
Zielgruppen:
  • Kinder / Jugendliche
 

Informationstexte
Kurzbeschreibung:

OeLaLa e.V., ein Projekt zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Landschaftspflege in Reetz


Die Entwicklung der Landwirtschaft des Dorfes nach der Wende ist eine etwas sehr traurige: Zwei Nachfolgegesellschaften haben sich aus der zerfallenen LPG gebildet, die der Landschaft um das Dorf mit ihrer Intensivnutzung den Charakter aufdrücken: Kilometerweite sterile Maisfelder östlich bis südlich des Dorfes und riesige Getreide- und Maisflächen im Westen speisen die Milch- und Fleischproduktion. Wer diese Art Lebensmittelproduktion sieht, wird schwerlich daran teilhaben wollen. Die Nutzung des Landes eskaliert weiter durch den Bau zweier Biogasanlagen, die in 2008 in Betrieb gehen.*

Noch ist das Land aber nicht ganz aufgeteilt. Es bietet sich die Möglichkeit, dieser der Natur unverträglichen Landwirtschaft eine ökologische Landschaftsnutzung gegenüberzustellen.

Wie kann Land erworben** werden, um den ökologischen Landbau im Dorf zu etablieren?

Wir sind derzeit eine kleine Zahl*** von beherzten Menschen, die einen Verein gegründet haben. Dieser Verein wendet sich an Menschen, die mit ihrer Mitgliedschaft einen oder einen Teil eines virtuelles Hektars Land finanzieren.
Der investierte Betrag geht den Mitgliedern nicht verloren. Es ist ein zinsloses Darlehen.
Der Zins ist eine umweltfreundliche, ökologische Produktionsweise.
Grund und Boden verliert nicht an Wert in einem immer enger werdenden Planeten Erde. Ein Hektar (10 000 qm) Ackerland kann eine ganze Familie ernähren und lässt noch genug Raum für die Natur übrig.
Bisher hatten wir nur die Möglichkeit, indirekt als Konsument in die landwirtschaftliche Produktionsweise einzugreifen. Mit diesem Modell können wir direkt und selber die Nutzung der Landschaft bestimmen und Produzent für ökologische Nahrung werden. Der Konsument wird so auch Produzent, dessen Ernte den Markt speist. Er übernimmt vollständig die Verantwortung für die Herstellung eines Ernährungskreislaufs. Er wird zum Selbstversorger.

Der ?Verein zur Förderung des ökologischen Landbaus und Landschaftspflege in Reetz e.V." (Er ist am 29. März 2008 in Reetz gegründet worden und ist als gemeinnützig anerkannt.) sucht dringend nach Menschen, die dieser Verantwortung gerecht werden wollen.

Der alte Sensthof mit seinen leer stehenden Wirtschaftsgebäuden könnte so wieder zum Leben erweckt werden. Er ist schon jetzt Sitz des Vereins. Seine Mitglieder könnten zum Selbstkostenpreis die Gästeunterkünfte des Hofes nutzen, um ihr Engagement vor Ort zu beobachten und gegebenenfalls mitzuhelfen, dass die Feldgrenzen mit Hecken bepflanzt werden, in denen die Natur noch Raum findet.

Dieter Wankmüller, Vorsitzendender des OeLaLa e.V.
Lindenplatz 1, 14827 REETZ
Email: post@dieterwankmueller.de
Telefon: 033849-900333


Anmerkungen:
*): Inzwischen sind in den beiden Nachbardörfern Reppinichen und Wiesenburg zwei Biogasanlagen im Bau und jetzt auch in Betrieb. Diese Anlagen werden nicht mit Gülle, Stallmist und Bioabfällen gefüttert, sondern mit den Nahrungsmitteln Mais und Roggen. So verbraucht die Anlage in Reppinichen täglich 16 Tonnen Mais und 4 Tonnen Roggen. Dafür müssen 740 ha Ackerland bereitgestellt werden. Hinzu kommen große Mengen importierter Gülle, die auf den Feldern ausgebracht werden und als Methan und Lachgas die Atmosphäre belasten.
Heraus kommen lächerliche 1,5 MegaWatt elektrische Leistung. Das leistet eine mittlere Windkraftanlage, ohne die Folgen für Landschaft und ohne Emissionen in die Atmosphäre.
Der Schritt in Richtung gentechnisch veränderte Pflanzen ist nahezu vorprogrammiert, da die Biomasse nicht mehr zu Nahrungsmittel verwertet wird, sondern zu Energie. Die hinter diesen beiden Biogasanlagen stehende Kapitalgesellschaft ist dabei, weitere zum Verkauf stehende Ackerflächen zu erwerben, um den Bedarf an Biomasse zu decken. Die Bodenpreise sind deshalb leider nicht mehr stabil.

**): Das Land ist inzwischen Eigentum des Vereins. Jedoch muß der mit Zins belastete Kredit durch Mitgliederdrlehen abgelöst werden, damit das Projekt für die Zukunft gesichert ist.
***): Derzeit sind wir 11 Mitstreiter und ein Biobauer aus dem Nachbardorf



Publikationen:

Der Verein OeLaLa e.V. hat eine Homepage unter der Adresse

www.oelala.de

Dort ist auch die Satzung des Vereins dokumentiert.


Ansprechpartner:
Name:
Dieter Wankmueller
 
Institution:
 
Straße:
Lindenplatz 1
 
Ort:
14827 Reetz
 
E-Mail:
post@dieterwankmueller.de
 
Telefon:
033849 900333
 
Fax:
 


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