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Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) gibt Empfehlungen, wie der Strukturwandel in der Lausitz unterstützt und die Verbleibchancen von Jugendlichen gestärkt werden

10. 12. 2020

Es wird viel über den Strukturwandel gesprochen. Aber wie geht es denen, die sich mitten im Strukturwandel befinden? Jugendliche, die in der Ausbildung sind und bleiben wollen, sind besonders vom Kohleausstieg in der Lausitz betroffen. Ein Team des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat in Kooperation mit der Ausbildungsleitung des Braunkohleunternehmens LEAG eine Workshop-Reihe mit Auszubildenden durchgeführt. Heraus kamen Empfehlungen für Akteure aus Politik, Wirtschaft und Bildung.

Die nun vorliegende Studie basiert auf den Workshops mit Auszubildenden in den Ausbildungsstätten Jänschwalde und Schwarze Pumpe. Die Hauptfrage war, wie sich Auszubildende in den Strukturwandel aktiv einbringen können, damit sie ihre Zukunft weiter in der Region sehen.

Drei Ergebnisse stellt das Team des IASS heraus:

  • Verständliche und verbindliche Entscheidungen und Erklärungen sowie konkrete Nahziele im Strukturwandelprozess unterstützen die Auszubildenden, ihre eigenen Bewältigungsstrategien und Zukunftsaussichten zu entwickeln.
  • Auszubildende brauchen Vertrauen, Anerkennung und Zeit für ihr regionales Engagement.
  • Mehr Übungsräume und eine enge Begleitung ermöglichen es Jugendlichen, sich der eigenen Situation bewusst zu werden und unterschiedliche Positionen und Haltungen wahrzunehmen, auszuhalten und verhandeln zu können.

Das Team des IASS empfiehlt zwei Prozessideen, um den Strukturwandel zu unterstützen und die Verbleibchancen von Jugendlichen zu stärken:

  • Die Einrichtung einer “Jugendkommission Strukturwandel in der Lausitz” mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen, Minderheiten-Gruppen, Religionsgemeinschaften, der Industrie, den Gewerkschaften und der Umweltbewegung. Sie soll Vorschläge einbringen, die von den Lausitzbeauftragten der Landesregierungen Sachsen und Brandenburg berücksichtigt werden.
  • Die Vernetzung von Bildungs- und Ausbildungsträgern mit lokaler Politik in einer regionalen Bildungslandschaft: Das Ziel soll sein, regionale Ausbildungs- und Karrierepfade zu konsolidieren, so dass Jugendliche in der Region bleiben können.

Die Ergebnisse der Workshops mit Jugendlichen sind im Internet-Angebot des IASS zur Studie im Einzelnen ausgeführt; auf eine Publikation zur Studie wird verwiesen (Link unten).

Quelle: IASS Newsletter, 6/2020

 
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