Plenum der Lokalen Agenda 21 von Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) diskutierte über Erreichtes und Aufgaben nach der Kommunalwahl

25.06.2019

Es war das 59. Plenum der Lokalen Agenda, zu dem Klaus Georg Weißenberg (Ansprechpartner in der Stadtverwaltung für die Lokale Agenda 21) in das Bürgerhaus der Stadt eingeladen hatte. Allein diese Zahl kündet von Kontinuität in der Nachhaltigkeitsarbeit von Stadtverwaltung und Bürgerschaft. Diesmal war es nur ein kleiner Kreis, der der Einladung folgen konnte, was aber einer lebhaften Diskussion keinen Abbruch tat.

In Teltow wird derzeit an einem neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) gearbeitet. Es können noch Vorschläge aus der Bürgerschaft im Internetdialog eingebracht werden, informierte Herr Weißenberg. Diskutiert wird, wie der Flächenverbrauch angesichts des Siedlungsdrucks von Berlin in die Region hinein begrenzt und die Daseinsvorsorge gewährleitet werden kann.

Weißenberg erwartet, dass insbesondere der für Umwelt und Energie zuständige Ausschuss der neu gewählten Stadtverordnetenversammlung eng mit der Lokalen Agenda 21 bei der Problemlösung zusammenarbeiten wird.

Beim Tagesordnungspunkt „Stand der Agenda-Projekte“ kam die Aufwertung einer Ruderalfläche im Ortsteil Ruhlsdorf zur Sprache. Durch gezielte Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern (Wildfrüchte) sollen die Lebensbedingungen für Insekten (Bienen) verbessert werden wie Dr. Köhn informierte. Es geht darum, im ländlichen Raum einen Gegenpol zur Verstädterung zu setzen und die Kulturlandschaft zu entwickeln.

Die Initiative gegen Fluglärm der Lokalen Agenda brachte die Klimarelevanz des steigenden Flugverkehrs ins Gespräch. Eine Flugbenzinbesteuerung würde hier „Mineralölgerechtigkeit“ gegenüber anderen Beförderungsmitteln herstellen und dem Klimaschutz dienen. Die Stadt Teltow bemühe sich, in den Flughafendialog zum BER einbezogen zu werden, so Herr Weißenberg.

So wie es zur Lokalen Agenda 21 von Teltow einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gab, beabsichtige die Lokale Agenda 21, einen Grundsatzbeschluss in die neue Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele (SDG) einzubringen. Er soll Messlatte für eine nachhaltige Stadtentwicklung und Basis für Projekte unter  Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger werden.

Gerold Fierment, Brandenburg 21 e.V.

 
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